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Volkmar Kobelt
TypeHelp
Gebrauch Einzelheiten Grundlagen Bisheriges Künftiges Download

Etwas Hintergrund

Anders als für Nachschlagen in einem Wörterbuch, hält der Assistent den gesamten eingegebenen Text lückenlos vor. Die Struktur, in der die Daten gehalten werden, nimmt mehr Platz ein, als der Text an sich brauchte. Sie dient dem schnellen Auffinden von Assoziationen. Andererseits wirkt dem Platzbedarf eine Datenkompression etwas entgegen. Diese kann aber einzelne interessante Stellen im Text verdecken. Neben der Nutzung grundlegender Ergebnisse bedarf es dabei auch einiger Design-Entscheidungen. Dabei ist Ausgewogenheit anzustreben zwischen den Anforderungen an Auswahl, Anordnung und Länge der vorgeschlagenen Textstücke. Die Anordnung folgt hauptsächlich der Überlappungslänge des Eingabe-Endes mit älteren Stellen, deren Fortsetzung dann vorgeschlagen wird. Für die Länge wurde eine Ausgewogenheit angestrebt zwischen der Notwendigekeit für den Benutzer, zu oft einen Vorschlag zu kürzen, oder zu oft einen zu kurzen zu akzeptieren. (Weitere Verbesserung scheint möglich.) Ein Haupt-Problem bei der Auswahl für die Darbietung ist, der Erwartung des Benutzers in einer Hinsicht gerecht zu werden: Wenn er den Anfang eines Vorschlags akzeptiert hat, wird er erwarten, (zumindest) den Rest als neuen Vorschlag dargeboten zu bekommen. Dies wird gelegentlich durch die oben angeführte Kompression erschwert.

Der Assistent registriert Text unabhängig vom aktiven Anwendungs­programm. Das ist an sich von Vorteil, z.B. wenn man ein textuelles Kommando an einer Stelle verwendet, an einer anderen zitiert. Es ist von Nachteil, wenn eine kurze Eingabe in keinem sinnvoll überdauernden Kontext ist. Zum Beispiel, wenn eine Ziffer oder ein Buchstabe im Anwendungs-Kontext die Bedeutung eines Kommandos oder einer Entscheidung hat wie ein Steuerzeichen (z.B zum Weiterschalten einer Ansicht). Das kann der Assistent nicht wissen. Nachteiligste Folge scheint eine gelegentlich auftretende Langsamkeit bei wiederholter mehrfacher Eingabe desselben Zeichens zu sein. Das träte in der Praxis am ehesten mit "Leerzeichen" auf. Dieser Fall wird vermieden durch die Sonderbehandlung von Steuer- und Leerzeichen. Dies ist eine Art positiver Nebeneffekt. Leerzeichen haben eine Rolle zwischen gewöhnlichen Text-Zeichen und Steuerzeichen. Sie sind keine gewöhnlichen Textzeichen, sondern dienen seit Schreibmaschinen-Zeiten der Herstellung von Zwischenraum. Im Gegensatz zu Steuerzeichen bleibt hier (bei TypeHelp) aber ein einzelnes Leerzeichen zwischen gewöhnlichen Textzeichen bestehen und wird nicht weiter besonders behandelt.

Zur Realisierung eines solchen Konzepts eines automatischen Helfers wird man natürlich versuchen, den Bau eines mechanischen Geräts mit visuellen und motorischen Fähigkeiten zu vermeiden, sondern stattdessen die Möglichkeiten des vorgegebenen Rechners zu nutzen. Allerdings scheint das Einrichten einer zusätzlichen Instanz zwischen dem Benutzer, die diesen entlastet, und üblichen Anwendungsprogrammen spezielle Maßnahmen zu erfordern: Für die Darbietung der Vorschläge des Assistenten verwenden wir ein kleines Fenster "immer im Vordergrund", da es immer sichtbar sein sollte, wenn der Benutzer mit einem Anwendungs-Programm arbeitet. Für die Befehle des Benutzers an den Assistenten nutzen wir die Positionier-Funktionen der Ziffern-Tastatur oder der anderen Pfeiltasten plus Einfügen usw. mit geänderter Bedeutung. Hierfür wie für das Wahrnehmen aller Tastatur-Eingaben zu jeder Anwendung durch den Assistenten verwenden wir den "Hook"-Mechanismus von Microsoft Windows.

Der Assistent registriert Zeichen, keine Tastenbetätigungen: Das war bislang nicht so klar. Aber allgemeinere Zeichensätze benötigen auch mehrere Tastendrücke für einzelne Zeichen, und es erscheint angemessen, die resultierenden Zeichen vorzuschlagen, aber keine Tastendruck-Folgen. So werden wir in Zukunft versuchen, durchwegs solche Editierfenster zu unterstützen, die von Programmen dargeboten werden, die die entsprechenden Übersetzungs-Fähigkeiten von Windows verwenden.


Beachten Sie auch:

Zu seinem Schutz benutzt das Programm kryptographische Routinen aus http://libtom.org, einem umfassenden kryptographischen Werkzeugkasten von Tom St Denis.